Mähroboter auf dem Platz: unsere ersten Wochen

Seit Mitte August sind auf unserer Anlage Mähroboter fest im Einsatz. Mit dem Thema beschäftigen wir uns schon seit 2022, damals mit einem ersten Test auf den Bahnen 17 und 18. Jetzt ist es Zeit für eine erste Bilanz aus dem laufenden Betrieb.

Was die kleinen Roboter leisten

Die kleinen Mähroboter mähen auf dem 9-Loch-Platz, auf den Übungsbahnen und auf den Bahnen 1 und 10 des 18-Loch-Platzes jeweils Fairway und Semirough. Das Ergebnis sieht man: Der Schnitt ist gleichmäßiger, die Kanten zwischen Fairway und Semirough sind sauberer als vorher. Das hebt die Platzqualität auf ein neues Niveau – und genau das hören wir auch von vielen von euch. Das freut uns sehr.

Parallel mäht ein großer autonomer Fairway-Mäher die Fairways der Bahnen 2 bis 9 und 11 bis 18 – überall dort, wo es ein Fairway gibt. Auch mit ihm sind wir sehr zufrieden, und wir können beide Systeme jetzt gut miteinander vergleichen.

Gemäht wird nur bei Tageslicht

Wer mit Herstellern über Mähroboter spricht, bekommt Flächenleistungen genannt, die fast immer auf einem Betrieb rund um die Uhr beruhen. Das wollten wir von Anfang an nicht. Als naturnahe Golfanlage mähen wir ausschließlich zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang – nachts gehört der Platz den Tieren. Das macht die Sache nicht einfacher, denn zum Saisonende hin wird die Mähzeit jeden Tag kürzer. Für uns war trotzdem klar, dass wir diesen Weg gehen.

Das Schnittgut auf den Fairways

Vielleicht sind dir auf den Fairways größere Schnittgut-Haufen aufgefallen. Etwas Schnittgut auf dem Fairway ist normal – irgendwo muss das Gras ja bleiben, denn es wird gemulcht und bleibt als Dünger auf der Fläche. In dieser Menge ist es aber nicht typisch für Mähroboter, und wir kennen inzwischen den wichtigsten Grund: Rund um die Grüns verlieren die Roboter bisher viel Zeit. Diese Zeit fehlt auf den Fairways. Sie werden dadurch seltener gemäht, bei jedem Schnitt fällt mehr Gras an, und das bleibt dann sichtbar auf dem kurz gemähten Fairway liegen.

Daran arbeiten wir gerade: Wir optimieren, wie und in welcher Reihenfolge die Roboter mähen. Das wird noch einige Wochen dauern und sich teilweise bis in die nächste Saison ziehen. Das Ziel ist klar – deutlich weniger Schnittgut auf den Spielbahnen.

Was gilt regeltechnisch?

Für die Begegnung mit einem Mähroboter gibt es vier Fälle:

  • Dein Ball in Bewegung trifft den Mähroboter: straflos. Das ist Spielzufall – du spielst den Ball, wie er liegt.
  • Dein ruhender Ball wird vom Mähroboter bewegt: straflos. Du legst den Ball an die ursprüngliche Stelle zurück; kennst du sie nicht genau, schätzt du sie.
  • Dein Ball wird vom Mähroboter beschädigt: Markiere den Ball, bevor du ihn zur Prüfung aufnimmst, und reinige ihn dabei nicht. Ersetzen darfst du ihn nur, wenn er deutlich sichtbar eingekerbt oder zersprungen ist. Ohne Markieren oder bei unerlaubtem Reinigen gibt es einen Strafschlag.
  • Eine Ladestation ist im Weg: Die Ladestationen der Mähroboter gelten nach unseren Platzregeln als unbewegliches Hemmnis. Behindert eine Ladestation die Lage deines Balls, deinen Stand oder deinen Schwung, darfst du straflose Erleichterung nach Regel 16.1 nehmen.

Alle Infos auf einen Blick.

Und eine Bitte: Hebe die Maschinen nicht an und schalte sie nicht aus.

Unser Fazit

Die Einführung hat sehr gut funktioniert, die Geräte laufen zuverlässig, und die Schnittqualität überzeugt. Wir sind in der Lernphase und optimieren weiter – und wir halten dich auf dem Laufenden.

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