Spannung bis zu den Schlusslöchern – die Clubmeisterschaften AK50 & AK70
Führungswechsel an der 9, Herzschlagfinale an der 16 und eine große Aufholjagd: die Clubmeisterschaften AK50 & AK70 im Rückblick.
Zwei lange Meisterschaftstage — erste Startzeit um 8:00 Uhr, Ausklang jeweils gegen 21:00 Uhr — liegen hinter uns. Eine rundum gelungene Meisterschaft: sportlich spannend, fair und mit verdienten Siegerinnen und Siegern — auf dem Platz ebenso wie im Live-Scoring, über das viele Mitglieder von zu Hause mitfieberten. Das Wetter zeigte sich wechselhaft und windig, blieb aber deutlich hinter den düsteren Vorhersagen zurück. Der Platz präsentierte sich in hervorragendem Zustand — die passende Bühne für eine ganze Reihe starker Ergebnisse.
Tag 1 – Das Feld sortiert sich
Brutto AK50 – Herren:
Bereits nach Runde 1 zeichnete sich ein Vierkampf ab. Ronald von Grundherr legte mit einer starken 78 (+4) vor und übernahm die Führung. Dicht dahinter lauerten mit jeweils 80 Schlägen Arnd Brüning und Heiner Jäger, nur einen weiteren Schlag zurück folgte Thomas Rempt mit der 81.
Brutto AK50 – Damen:
Bei den Damen setzte sich Sandra Kamberg von Beginn an an die Spitze. Mit einer soliden 84 (+10) verschaffte sie sich schon am ersten Tag etwas Luft vor Sabine König (85) und Midju Assmann (86). Petra Gabriel — von der am Finaltag noch zu hören sein sollte — lag nach Tag 1 mit einer 90 zunächst nur auf dem geteilten sechsten Rang.
Tag 2 – Spannung bis zu den Schlusslöchern
Mit Spannung wurde der zweite Tag erwartet: In fast allen Klassen war noch alles offen, und der Blick ging immer wieder prüfend zum Himmel. Das Wetter hielt — und ließ einen fairen Finaltag zu.
Brutto AK50 – Herren:
Genau hier zeigte sich, warum Golf so ein besonderes Spiel ist — das Live-Scoring machte das Duell an der Spitze Loch für Loch mitverfolgbar. Ronald von Grundherr verteidigte seine Führung über die ersten Löcher, ehe Heiner Jäger mit einem Birdie an der 6 erstmals gleichzog. Von Grundherr konterte sofort — doch an der 9 fiel die Vorentscheidung: Jäger spielte am Par 3 eine 2, von Grundherr ein Bogey, und die Führung wechselte. Bis zur 15 baute Jäger den Vorsprung auf drei Schläge aus, dann wurde es noch einmal richtig eng: Ein Doppelbogey an der 16 ließ das Polster auf einen einzigen Schlag zusammenschmelzen. Doch Jäger blieb stabil, spielte die 17 und 18 in Par — und stand am Ende mit der zweiten 80er-Runde in Folge (auf den Schlag exakt wie am Vortag) bei 160 Schlägen (+12): Brutto-Clubmeister AK50. Konstanz schlug Tagesform: Ronald von Grundherr wurde mit einer 85 und 163 Schlägen gesamt (+15) Vizemeister. Thomas Rempt (168, +20) komplettierte das Podest vor Arnd Brüning (169, +21).
Brutto AK50 – Damen:
Ganz so souverän, wie es der Endstand vermuten lässt, war es nicht: Midju Assmann kämpfte sich mit zwei stabilen Runden (86/92) heran und zog auf den zweiten Neun gleich dreimal mit Sandra Kamberg gleich — nach den Löchern 12, 14 und 15 stand es an der Spitze unentschieden. Doch Kamberg behielt die Nerven: Mit einem Par an der 16 setzte sie sich wieder ab und brachte den Vorsprung sicher ins Ziel — 176 Schläge (+28), verdiente Brutto-Clubmeisterin AK50, zwei Schläge vor Vizemeisterin Assmann (178, +30). Die größte Aufholjagd des Wochenendes aber gelang Petra Gabriel: Von Rang sechs kommend spielte sie mit 89 Schlägen die beste Damenrunde des Finaltags und stürmte damit noch aufs Podest — Endstand 179 Schläge (+31), Platz drei. Sabine König, nach Tag 1 noch Zweite, fand am Finaltag nicht ganz in ihr Spiel und beendete die Meisterschaft auf dem geteilten fünften Platz.
Clubmeisterschaft AK70 – Herren:
Bei den Herren AK70 entwickelte sich ein echtes Zwei-Mann-Duell, das enger war, als es der Endstand erzählt. Knut Chrestin zog in der Schlussrunde gleich zweimal mit Joachim Roth gleich — zuletzt nach Loch 14, als bei Roth ein Doppelbogey das Polster aufzehrte. Roths Antwort kam postwendend und war der Schlag des Tages: eine 2 am Par 3 der 15. Von da an blieb Roth stabil, während bei Chrestin auf der 16 und 17 die entscheidenden Schläge liegen blieben. Mit steigender Form (86/84) und insgesamt 170 Schlägen (+22) sicherte sich Roth den Titel; Knut Chrestin wurde mit +27 Vizemeister, Ronald Jägeler komplettierte mit +35 das Treppchen.
Clubmeisterschaft AK70 – Damen:
Hier gab es gleich doppelten Grund zur Freude für die Familie Chrestin: Während Knut bei den Herren Platz zwei belegte, ließ Martina Chrestin bei den Damen nichts anbrennen. Mit 86 und 91 Schlägen (gesamt +29) spielte sie an beiden Tagen jeweils die beste Runde ihrer Klasse und holte sich den Titel klar und deutlich — zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Dahinter wurde es dafür umso enger: Dr. Monika Huszarik-Felgendreher und Vorjahressiegerin Kordula Stach beendeten das Turnier punktgleich mit +41 — das Computerstechen entschied für Huszarik-Felgendreher auf Platz zwei vor Stach auf Platz drei.
Netto-Clubmeisterschaften
Auch in den Nettowertungen wurde in allen drei Klassen groß aufgespielt — mit teils beeindruckenden Unterspielungen. Prämiert wurden jeweils die ersten beiden Plätze.
Klasse A: Steffen Braune spielte zwei bärenstarke Runden (71/69) und gewann mit stolzen 8 unter Netto-Par nicht nur seine Klasse, sondern zugleich den Gesamtsieg der Netto-Clubmeisterschaft. Den zweiten Platz sicherte sich Doris Günther mit −1.
Klasse B: Martina Kempf legte mit einer 68 in Runde 1 den Grundstein und brachte den Titel mit −7 sicher nach Hause. Dahinter waren Ursula Hoffmanns und Stefan Werthschütz mit je −2 nicht zu trennen — das Computerstechen entschied denkbar knapp für Hoffmanns auf dem zweiten Platz.
Klasse C: Rüdiger Warnken drehte in Runde 2 nach verhaltenem Start (Front Nine +2) mit einem starken zweiten Neuner (−4) noch einmal auf und sicherte sich mit −5 den Klassensieg vor Thomas Grashorn (±0) auf Platz zwei.
Starke Runden gelangen aber auch jenseits der Preisränge — sie sollen nicht unerwähnt bleiben: Allen voran Kay Benthien, der in Runde 1 mit einer Netto-69 (−5) glänzte, außerdem Frank Rogowski (−2, Runde 2), Stefan Koleczko (−2, Runde 1), Stefan Werthschütz (−2, Runde 1), Angela Horstmann (−2, Runde 2) und Andreas Erdmann (−2, Runde 1).
Sonderwertungen
Bei der Netto-Clubmeisterschaft gab es an beiden Tagen zusätzlich etwas zu gewinnen: Den Longest Drive am Samstag sicherten sich Gabriela das Neves bei den Damen und Thorsten Sick bei den Herren. Beim Nearest to the Pin am Sonntag landeten Claudia Gerling und Guido Mielmann ihre Bälle am nächsten zur Fahne — herzlichen Glückwunsch!
Fazit
Die Clubmeisterschaften 2026 der AK50 & AK70 boten alles, was den Golfsport im Achimer Golfclub ausmacht: Spannung, Fairness und sportlichen Ehrgeiz — vom Herzschlagfinale über die große Aufholjagd bis zum Start-Ziel-Sieg. Ein besonderer Glückwunsch geht an die Familie Chrestin für den doppelten Podest-Erfolg in der AK70, an Heiner Jäger für zwei auf den Schlag identische 80er-Runden und an Petra Gabriel für die stärkste Aufholjagd des Wochenendes.
Ein großes Dankeschön an unsere Spielaufsichten Bernd Meier, Sven Wutschke und Heino Beiser — und an Brigitte Haselmann-Kasten, die an beiden Tagen alle Spielerinnen und Spieler pünktlich auf die Runde schickte. Elfriede Wegener, Silvia Legenhausen und Frank Legenhausen sorgten am Getränkestand am 18. Grün für die verdiente Stärkung. Und nicht zuletzt: Danke an Timon Sokol für die besten Eindrücke des Finaltages.





