Hardrough

Das Hardrough beschäftigt uns jedes Jahr wieder aufs Neue. Ab Anfang/ Mitte Mai, je nach Wachstumsbedingungen, wird das Rough neben den Spielbahnen so hoch, dass es uns beim Golf spielen behindert und für viel Diskussionsstoff sorgt. Natürlich werden wir dann häufig mit der Frage konfortiert, warum wir das Hardrough nicht abmähen.

Vorab sei gesagt, dass unsere Spielbahnen, im Vergleich zu anderen Plätzen, relativ breit sind. Aber das Hardrough muss etwas psychologisches an sich haben. Auf anderen Plätzen spielt man den Ball ins AUS, in einen Teich oder in den Wald ohne darüber viel zu fluchen.

Als erstes möchte ich verkünden, dass wir unseren Pflegevertrag mit der Firma Sommerfeld modifiziert haben und das Hardrough ab sofort drei Mal (vorher zwei Mal) jährlich gemäht wird. Dazu später mehr. Ebenfalls neu ist das Gerät mit dem die Mahd erfolgt. Mahd und Aufnahme werden in einem Gang durchgeführt, somit ist der Schnitt sauberer und die Maßnahme ist deutlich angenehmer und ruhiger für den Golfspieler.

Grundlage für den Golfplatz ist ein vorhabenbezogener Bebauungsplan und der Durchführungsvertrag mit der Stadt Achim. Beide Dokumente haben für uns Auswirkung auf die Platzpflege.

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan gliedert unsere Anlage kleinteilig in unterschiedliche Flächen. Es gibt die private Grünfläche, die uns zum Golf spielen zur Verfügung steht, diese ist ca. 55 Hektar groß. Die restlichen über 70 Hektar sind unterteilt in Gewässer, Wälder, E1-Flächen (Waldsaum), E2-Flächen (Uferstreifen zum Scheefmoorgraben), E3-Flächen (Magerrasen oder Nasswiesen) und E4-Flächen (Obstwiese). Den größten Anteil nehmen dabei die E3-Flächen ein, die für uns Golfspieler als Hardrough in Erscheinung treten. Überall wo nicht gemäht ist haben wir also E3-Flächen.

Und jetzt kommt der Durchführungsvertrag den wir mit der Stadt Achim geschlossen haben ins Spiel. Dort ist genau geregelt, welche Fläche wie gepflegt werden müssen. Bei den E3-Flächen, wie oben beschrieben für uns Golfer das Hardrough, ist folgendes geregelt:

  • Mahd nicht vor dem 21. Juni eines jeden Jahres unter Entnahme des Mahdgutes in einem Mahdgang, witterungsbedingte Abweichungen sind nach Absprache mit der Stadt Achim möglich

Das heißt es ist nicht so, dass wir nicht mähen wollen, sondern die Auflagen aus Bebauungsplan und Durchführungsvertrag zwingen uns dazu, nicht vor dem 21. Juni zu mähen. Im Rahmen des Umbaus ist der Vertrag neu geschlossen wurden und der Termin schon um eine Woche vom 28. Juni auf den 21. Juni vorgezogen wurden.

Ein Hinweis zu landwirtschaftlichen Flächen, die zum Teil direkt an unsere Golfanlage angrenzen. Die Landwirte haben die Auflagen nicht und können deshalb Ihre Flächen schon jetzt abmähen.

Wir versuchen immer in Absprache mit der Stadt den Termin möglichst vorzuziehen. In diesem Jahr sind die E3-Flächen durch die Trockenheit häufig sehr mager und ein Vorziehen der Maßnahme ist sehr unwahrscheinlich. Spätestens mit dem 21. Juni, da könnt Ihr Euch sicher sein, werden wir das Hardrough aber abmähen.

Neu in unserem Pflegevertrag ist dann ein zweiter Schnitt, ebenfalls mit Entnahme des Mahdgutes, Mitte August (je nach Witterung auch früher oder später). Ein dritter Schnitt erfolgt ohne Entnahme des Mahdgutes nochmal Ende Oktober. Durch die neuen Mähintervalle werden wir das Problem mit dem hohen Hardrough in der Zukunft nur noch zwischen Anfang/Mitte Mai bis zum 21. Juni haben.

Durch das zweimalige mähen inklusive Aufnahme wird das Hardrough in Zukunft immer weiter ausmagern. Dies ist ein langfristiger Prozess an dessen Ende ein Hardrough seien soll, was aus einzelnen Halmen besteht in denen man seinen Ball wiederfinden kann. An manchen stellen auf dem Platz ist dieser Prozess schon sehr weit fortgeschritten an Anderen leider noch nicht. 

Auf der einen Seite ärgert uns das Hardrough, auf der anderen Seite haben wir eine unglaubliche vielfältige Flora & Fauna auf der Anlage. Gerade die Tiere (viele unterschiedliche Vogelarten, Insekten, Amphibien, Rehe, Hasen und unsere Schafe) fühlen sich auf unserer Anlage wohl, was unter anderen daran liegt das wir durch die vielen Hardroughflächen, durchzogen durch Wälder, Gehölze und Gewässer, optimale Lebensräume schaffen.

Wer sich unseren Bebaunungsplan oder Durchführungsvertrag im Detail anschauen möchte, kann gerne einen Temin mit mir vereinbaren, dann stelle ich Euch den Plan bzw. den Vertrag im Detail vor.

Euer
Thomas Schmidt
Clubmanager